Effekte
Effekte
Effekte formen den Klang. Sie stehen im Reiter Hardware Inputs oben rechts: Low-Cut, EQ, Kompressor, De-Esser, Echo, Hall, Limiter. Jeder Effekt hat an / aus und eigene Regler. Alle sind ab Werk aus.
Low-Cut
- an / aus: schaltet den Low-Cut ein oder aus.
- Entfernt tiefe Töne unterhalb einer Frequenz.
- Wofür: Trittschall, Brummen, Rumpeln, Wind, Griffgeräusche am Mikrofonständer.
- Frequenz: darunter wird abgeschnitten. Stimme: 80–120 Hz. Tiefe Instrumente: niedriger.
- Steilheit: 12 dB/Okt = sanft. 24 dB/Okt = steil, schneidet stärker ab.
- Verzögert nicht: 0 ms.
EQ
- an / aus: schaltet den EQ ein oder aus.
- Equalizer: macht einzelne Tonbereiche lauter oder leiser. Wie die Klangregler an einer Stereoanlage, nur genauer.
- Kurve: das Bild zeigt die Wirkung. Über der Mittellinie lauter, darunter leiser. Links tief, rechts hoch.
- Low-Shelf: alles unterhalb der Frequenz. Mehr = wärmer, voller. Weniger = schlanker.
- Glocke 1 und Glocke 2: ein Bereich um die Frequenz. Zum Beispiel 300 Hz weniger gegen „Pappe", 3000 Hz mehr für Verständlichkeit.
- High-Shelf: alles oberhalb der Frequenz. Mehr = heller, luftiger. Weniger = weicher.
- Frequenz: wo das Band wirkt.
- Gain: wie viel lauter (+) oder leiser (−).
- Q: Breite der Glocke. Klein = breit und sanft. Groß = schmal und gezielt.
- Lieber leiser machen, was stört, als lauter machen, was fehlt.
- Verzögert nicht: 0 ms.
EQ-Vorlagen
- Fertige Einstellungen für den EQ. Nur in Pro.
- Vorlage: Liste der Vorlagen. Klick stellt alle Bänder darauf ein. „eigene Einstellung" = die Bänder passen zu keiner Vorlage.
- Werksvorlagen: Neutral, Stimme warm, Podcast, ASMR nah, Akustikgitarre. Sie lassen sich nicht ändern oder löschen.
- Speichern …: die jetzigen Bänder als eigene Vorlage sichern. Name eingeben, Enter. Gleicher Name überschreibt.
- Exportieren …: die jetzigen Bänder als Datei sichern, zum Weitergeben. Endung .sonuseq.
- Importieren …: eine .sonuseq-Datei laden. Sie wird eigene Vorlage und gleich eingestellt.
- Löschen: eigene Vorlage entfernen. Nur wenn eine eigene Vorlage gewählt ist.
- Eigene Vorlagen gelten für alle Inputs.
Kompressor
- an / aus: schaltet den Kompressor ein oder aus.
- Macht laute Stellen leiser. Der Unterschied zwischen leise und laut wird kleiner.
- Wofür: gleichmäßige Stimme, auch wenn du mal lauter oder leiser sprichst.
- Schwelle: ab dieser Lautstärke greift er.
- Ratio: wie stark. 2:1 = sanft. 4:1 = deutlich. 10:1 und mehr = sehr stark.
- Knie: weicher Übergang um die Schwelle. Mehr = unauffälliger.
- Attack: so schnell greift er zu. Kurz = fängt jede Spitze. Lang = lässt den Anfang von Wörtern durch, klingt lebendiger.
- Release: so schnell lässt er wieder los.
- Make-up: macht danach alles wieder lauter. Gleicht die Absenkung aus.
- 3–6 dB Absenkung sind für Stimme üblich.
- Verzögert nicht: 0 ms.
De-Esser
- an / aus: schaltet den De-Esser ein oder aus.
- Macht scharfe S-, Sch- und Z-Laute leiser. Nur diese, der Rest bleibt.
- Frequenz: Mitte der Schärfe. Meist 5000–8000 Hz. Bei hohen Stimmen oft höher.
- Schwelle: ab dieser Schärfe greift er.
- Absenkung: höchstens so viel leiser.
- Die Anzeige sollte nur bei S-Lauten ausschlagen.
- Verzögert nicht: 0 ms.
Echo
- Wiederholt den Ton nach einer Zeit, immer leiser. Wie ein Ruf in den Bergen.
- an / aus: schaltet das Echo ein oder aus.
- Zeit: Abstand der Wiederholungen. 80–150 ms = kurzes Echo (Slapback). 300–500 ms = deutliches Echo.
- Rückführung: wie viel jeder Wiederholung erneut wiederholt wird. 0 % = ein einziges Echo. 70 % und mehr = lange Kette.
- Anteil: wie laut das Echo zum trockenen Ton dazukommt. Der trockene Ton bleibt gleich laut.
- Höhen: jede Wiederholung wird dunkler. Klingt natürlicher, wie altes Bandecho.
- Ping-Pong: Wiederholungen springen zwischen links und rechts.
- Breite: 0 % = Echo in der Mitte, 100 % = ganze Stereobreite.
- Zeit beim Spielen ändern: die Tonhöhe zieht kurz, wie bei einem Bandgerät. Kein Knacken.
- Verzögert den trockenen Ton nicht: 0 ms.
Hall
- Raumklang: als stünde man in einem Zimmer, einer Halle oder Kirche.
- Wofür: Meditation, Atmosphäre, Gesang. Wenig Hall macht trockene Aufnahmen natürlicher.
- an / aus: schaltet den Hall ein oder aus.
- Anteil: wie laut der Hall zum trockenen Ton dazukommt. Stimme: 10–25 %.
- Raumgröße: klein = Zimmer, groß = Halle.
- Nachhall: Sekunden, bis der Hall verklungen ist (−60 dB). 0,5 s = Raum, 2 s = Saal, 5 s und mehr = Kirche.
- Höhen: wie hell der Hall klingt. Weniger = weicher, wärmer.
- Vordelay: Pause, bevor der Hall einsetzt. 20–60 ms halten die Stimme klar vor dem Raum.
- Breite: 0 % = Hall in der Mitte, 100 % = ganze Stereobreite.
- Verzögert den trockenen Ton nicht: 0 ms.
Limiter
- an / aus: schaltet den Limiter ein oder aus.
- Eine feste Decke. Kein Ton geht darüber. Schützt vor Übersteuern und lauten Knallen.
- Steht am Ende der Kette, als letzte Sicherung.
- Decke: höchster erlaubter Pegel. −1 dB ist üblich.
- Release: so schnell lässt er nach einer Spitze los.
- Vorausschau: der Limiter sieht 1 ms in die Zukunft. Er senkt vor der Spitze ab und klingt dadurch sauberer.
- Vorausschau aus: 0 ms, bei harten Spitzen etwas rauer. Vorausschau an: verzögert den Ton um 1,0 ms.
Absenkungsanzeige
- Der Balken oben rechts bei Gate, Kompressor, De-Esser, Limiter und Rückkopplung.
- Er zeigt, wie viel leiser der Effekt gerade macht. Von rechts nach links.
- 0 dB = der Effekt greift gerade nicht.